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Neues Schuljahr: Festigung des Bestehenden

Unter dem Motto „Bestehendes festigen, Gutes verstärken“ sind wir ins zweite Jahr mit den Tablets gestartet. Eine neue Tabletklasse ging dieses Jahr noch nicht an den Start, weil die Internetverbindung noch nicht ausreicht, um mehrere Klassen ordentlich zu versorgen. Bis das geklärt ist, wird das Projekt noch nicht erweitert. Stattdessen sollen die Kenntnisse im Schüler- (und auch Lehrer-) Bereich noch weiter ausgebaut werden.
Wir sind gespannt, was das laufende Jahr noch bringen wird.

Bericht von Paula S. und Nadine N. über das Projekt

Wir finden, das Projekt mit den Tablets hat seine Vor- und Nachteile. Man kann mit den Geräten sehr gut arbeiten, z.B. wenn wir Arbeitsblätter ausfüllen, können wir auch im Internet suchen, wenn wir etwas nicht verstehen wie z.B. ein bestimmtes Wort.
Man verschwendet auch nicht so viele Blätter und schont somit die Umwelt. Auch andere Dinge können wir jetzt besser lernen, beispielsweise Vokabeln. Insgesamt macht das Lernen einfach mehr Spaß, wir lernen motivierter und haben mehr Lust, Hausaufgaben zu machen.

Der Nachteil ist, dass wir gerade am Anfang nicht so genau wussten, wie alles funktioniert. Mittlerweile kennen wir uns besser aus. Manche Sachen laden auch nicht rechtzeitig, damit ist gemeint, man kann sich leider nicht immer auf die Technik verlassen. Aber im Großen und Ganzen gefällt uns das Projekt.

 

Paula und Nadine, Klasse 7b

Wir sind im Fernsehen!

So oder so ähnlich mögen es die Jungen und Mädchen zuhause erzählt haben. Der Lokalsender München-TV hat einen schönen Beitrag über unser Pilotprojekt erstellt, bei dem nicht nur die Kollegen, sondern eben auch die Schülerinnen und Schüler zu Wort kamen. Ansehen kann man sich den Beitrag hier:

http://www.muenchen.tv/mediathek/video/unterricht-2-0-muenchner-realschulklasse-wird-mit-tablets-unterrichtet/

Presserummel an der FNR

Das Pilotprojekt wäre natürlich nie zustande gekommen ohne wichtige Unterstützer wie das Pädagogische Institut oder den Stadtschulrat. Und so war es an der Zeit, dass diese uns auch mal besuchen kommen. Und die Presse war gleich mit dabei. So wurden am Vormittag Interviews mit den Lehrkräften, aber vor allem auch mit den Jugendlichen geführt, die als Radiobeitrag im BR erscheinen werden. Ein Filmbeitrag des Kanals München 1 wurde ebenfalls aufgenommen. Außerdem gab es Vertreter diverser Tageszeitungen. An diesem besonderen Tag war natürlich an normalen Unterricht fast nicht mehr zu denken. Aber die Schülerinnen und Schüler genossen die Aufmerksamkeit in vollen Zügen und bekamen einmal mehr mit, dass diese Klasse nicht nur eine Spielerei ist, sondern wirklich wichtig. Es war schön, zu sehen, wie stolz und selbstbewusst unsere Jungen und Mädchen das bisher Gelernte vorzeigten.

Unpacking, Teil 2

Am 25.September war es dann endlich soweit: Die Schülerinnen und Schüler bekamen ihre Tablets frisch und original verpackt ausgehändigt. Wie man sich vorstellen kann, war die Aufregung im Klassenzimmer spürbar und höchst ansteckend. In den folgenden Tagen gab es eine Menge Schwierigkeiten, wie es sich für ein nagelneu aus der Taufe gehobenes Pilotprojekt gehört. Die wichtigsten Baustellen der ersten Tage im Überblick:

1.Das Internet war auch in der zweiten Schulwoche noch nicht aktiviert. Wir Lehrer opferten unsere kostbaren Freiminuten auf den Handys und aktivierten persönliche Hotspots. Aber das hielt auch nur etwa 10 Schüler lang.

Lektion daraus: Niemals glauben, wenn Internetanbieter einen Termin vorgeben. Nachbohren!

2. Die Schülerinnen und Schüler mussten einen iTunes-Account erstellen. Probleme: Sie hatten keine E-Mailadresse oder wussten ihre Passwörter nicht. Andere hatten schon einen Account und hatten dazu alle Daten vergessen.

Lektion daraus: Schüler rechtzeitig und verbindlich auffordern, ihre Daten zuhause zu notieren, damit sie im entscheidenden Moment griffbereit sind.

3. Die Schülerinnen und Schüler wurden ermuntert, ihre Tablets mit persönlichem Pin zu schützen. Selbstverständlich hatten 4 Schüler diesen Pin am nächsten Tag bereits vergessen.

Lektion daraus: Hm, schwierig. Alle Pins zu notieren verstößt wohl gegen den Datenschutz. Schüler auffordern, den Pin zu notieren und diese Notiz den Eltern/dem besten Freund zu geben?

4. Die Schülerinnen und Schüler müssen erst ganz behutsam daran gewöhnt werden, dass das iPad tatsächlich zum Arbeiten verwendet werden soll, nicht zum Spielen. Manche reagieren geradezu empört, wenn sie nicht Fotos schießen oder ihre täglichen Aufgaben in diversen Minispielchen erledigen dürfen. Schließlich ginge das doch ganz schnell.

Lektion daraus: Möglichst bald in Absprache mit der Klasse sehr klare Regeln einführen. Großes Poster aufhängen. Mit Kollegen absprechen und konsequent einhalten.

Doch es muss auch gesagt werden, dass die Motivation bei den Schülern gigantisch hoch ist. Ebenso hoch ist die Motivation der Schüler aus anderen Klassen, mal „kurz“ ins iPad-Klassenzimmer zu kommen. Daraus folgt eine inoffizielle Lektion 5: Immer sicherstellen, dass das iPadzimmer abgeschlossen oder beaufsichtigt ist.

Unpacking, Teil 1

Puh, Fotofinish! Gerade noch rechtzeitig vor den Ferien kamen die neuen Endgeräte an. Es war gar nicht so leicht, sie sicher zu verstauen. Auch skeptische Lehrer bekamen leuchtende Augen angesichts der nett verpackten Tablets. Für einige Kollegen wurde schnell eine Art „Ferienleihe“ eingerichtet, damit sie die Gelegenheit haben, sich schon vorab einzuarbeiten.
Nach den Ferien werden dann die zweifellos zahlreich vorhandenen technischen Probleme im Umgang mit dem Internet und dem lokalen Server angegangen. Es bleibt – wie immer – spannend!

Und hier noch ein paar Impressionen vom ersten Unpacking!